Viereck, War mein Vater gern Soldat.

Viereck, War mein Vater gern Soldat.

Viereck, Konrad von; War mein Vater gern Soldat. Die Generationen unserer Familien im 20. Jahrhundert. Auf Spurensuche und in Vergangenheit und Erinnerung. Mit 52 Abb. (Fotografien), Schwerin 2026, 236 S., Ppbd., neu!

– Eigentlich schien alles gesagt. Die Geschichte der Vierecks, Viereggs und Vieregges war erforscht, ein Familiennachlass im Universitätsarchiv Rostock gesichert, die große Zeit dieser alten Familie längst vergangen. Doch zwei Fragen ließen Konrad von Viereck nicht los: Was wissen seine Kinder noch über ihre Groß– und Urgroßeltern? Und wie lässt sich einem jungen Menschen erklären, was Krieg mit denen macht, die ihn erleben mussten?

Aus persönlichen Erinnerungen, überlieferten Erzählungen, verstreuten Dokumenten und wenigen erhaltenen Bildern entsteht ein vielschichtiges Familienpanorama. Es führt von den Gütern und Herrenhäusern Mecklenburgs und Westpreußens über das wilhelminische Kaiserreich, zwei Weltkriege, Flucht und Vertreibung bis in die Nachkriegszeit und zur Rückkehr nach Mecklenburg.

Dabei geht es nicht um nostalgische Verklärung adeliger Herkunft, sondern um Herkunft als historische Verantwortung. Die Familiengeschichte wird zum Spiegel deutscher und europäischer Brüche: Militarismus und Nationalismus, Verlust und Neubeginn, Schuld und Schweigen, Heimat und Entwurzelung. Viele der beschriebenen Menschen waren Soldaten, Gutsbesitzer, Flüchtlinge, Mütter, Kinder, Überlebende – geprägt von einer Zeit, deren Traumata bis in die folgenden Generationen nachwirkten.

Dieses Buch bewahrt Erinnerungen, bevor sie endgültig verschwinden. Es erzählt von einer versunkenen Welt, von den Trümmern des 20. Jahrhunderts und von dem Versuch, aus alten Bezugspunkten neue Identität zu gewinnen. Eine persönliche Familiengeschichte – und zugleich ein Stück deutscher Zeitgeschichte.

EUR 34,--