Stael von Holstein, Baron Hamilkar von Fölkersahm.

Stael von Holstein, Baron Hamilkar von Fölkersahm.

(Fölkersahm) Stael von Holstein, R. Baron; Baron Hamilkar von Fölkersahm. Mit 1 Porträt (Hamilkar von Fölkersahm), Riga, Häcker 1907, VIII/297 S., kart., Einband u. einige Lagen gelöst, Einband fleckig, Name auf Vordereinband u. Titel, tlw. noch unaufgeschnitten, Papier zeitbedingt gebräunt, die extrem seltene Original-Ausgabe!

– Wilhelm Hamilcar von Fölkersahm, livländischer Landmarschall, d. h. Vorsitzender der Livländischen Ritterschaft, entstammt dem Adelsgeschlecht der von Fölkersahm.
Er ging 1829 zum Studium nach Berlin und kam dort unter Hegels Einfluss. 1838 erwarb er das Gut Rujen-Großhof in Livland. 1839 trat er in den Landtag ein.

Fölkersahm ist bekannt als der „Mirabeau von Vidzeme“, da er im Gegensatz zu den mehrheitlich konservativen deutsch-baltischen Großgrundbesitzern die Abschaffung der Zwangsarbeit vorantrieb, die an Stelle der früheren Leibeigenschaft praktiziert wurde. Auf seinem Gut Rujen-Großhof führte er zuerst die Bauernbefreiung durch, die dann auf sein Bestreben 1847 als Agrar- und Bauernverordnung in ganz Livland durchgeführt und zwei Jahre später von Zar Nikolaus I. sanktioniert wurde. Ihm lag daran, dass sich ein lettischer und ein estnischer Bauernstand bildeten, dass die Bauern den eigenen Grund und Boden bewirtschafteten und nicht mehr von Großgrundbesitzern abhängig waren.

- Enthält u. a.:
- Die Bauerverordnung von 1819: Lob derselben und beginnende Unzufriedenheit mit ihrem Prinzip des „Laisser faire et passer“.
- Baron Hamilkar von Fölkersahm: Seine ersten Jugendzeit bis 1829.
- Reise nach Berlin.
- Geistiges Leben daselbst.
- Rückkehr nach Livland 1830.
- Studien in Dorpat.
- Wachsende Unzufriedenheit mit den agraren Zuständen und der Bauernverordnung von 1819.
- Alexander von Oettingen zum Landmarschall gewählt.

EUR 99,90